Gemeinsame Veranstaltung der Biostation Unna-Dortmund und des Kreisimkervereines Unna-Hamm zur Asiatischen Hornisse Vespa velutina nigrithorax

Eine gesellschaftliche Aufgabe

Dr. Irmgard Koch von der Landwirtschaftskammer NRW gab am 24.9.26 in der Ökologiestation Bergkamen vor fast 80 Teilnehmern einen breiten fachlichen Hintergrund über die invasive Art Asiatische Hornisse (Vespa Velutina). Meldungen sollten nicht nur an das Internetportal „Neobiota NRW“, sondern auch an die Untere Naturschutzbehörde, an Fachberater oder an Schädlingsbekämpfer erfolgen.   Foto: J. Nies

Die neuesten Zahlen bestätigen ein derzeitiges exponentielles Wachstum der Anzahl Nester: In NRW 2025 429 gegenüber 3400 in 2026 (bis August), im Gebiet des Kreisimkervereins Unna/Hamm (KIV) 2 im Jahr 2025 gegenüber 60 bis dato in diesem Jahr. Zukünftig ist zu erwarten, dass neben Schäden für die Imkerei Ertragsverluste bei Obst, eine Bedrohung der Artenvielfalt bei Insekten und gesundheitliche Risiken durch Stiche insbesondere bei Nestkontakt zu beklagen sein werden. Hans-Joachim Olschewski, Vorsitzender der KIV Unna/Hamm, fasst die Wünsche des KIV so zusammen: Eine Verbesserung der Artenkenntnis bei der Bevölkerung könne mehr Meldungen generieren und diese auch vereinfachen. Einzelne Imker stellen sich als Fachberater zur Verfügung, neuerdings mit Hilfe der Initiative des KIV auch mit Ausrüstung für eine Entfernung. Klar sei jedoch auch, dass die bislang wenigen Fachberater das zukünftige Pensum nicht abdecken werden können. Deshalb sei ein finanziell und personell dauerhaft ausgestattetes Management der öffentlichen Hand unverzichtbar.  Ohnehin sei in bestimmten Fällen eine Kooperation mit Behörden erforderlich. Ein ehrenamtlicher Fachberater könne z.B. im öffentlichen Raum je nach Nestgröße allein nicht die Gefahrenzone während der Nestentfernung absichern. In der Diskussion wurde weiterhin deutlich, dass die Kommunen aufgrund des Naturschutzgesetzes durchaus einen gesetzlichen Auftrag zur „Minimierung“ von Gefahren durch die Vespa Velutina haben.  Insgesamt stehen wir vor einer gesellschaftlichen Aufgabe.  jn